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Greater London Boroughs

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London:
Hauptstadt von Großbritannien, in Südengland, an beiden
Ufern der Themse, 75 km oberhalb ihrer Mündung, 
ca. 7 Mio. (1996) Einwohner. Sitz von Königshaus und Parlament. Handels- und Finanz- zentrum mit globaler Bedeutung sowie ein Mittelpunkt des Weltverkehrs. London 
setzt sich zusammen aus 
32 unabhängigen Boroughs (Stadtbezirken) und der City of London. Am 04.05.2000 wurden erstmalig Bürgermeister- wahlen durchgeführt (Wahlsieger: Ken Livingstone, parteilos).
(Frémy 2000, S. 1194)
(Brockhaus 1996, S. 544)

Große Exkursion London

Urbanität und Zeitgeist – Motto und Ziel

Die Große Exkursion London, die eine Gruppe von 19 Studierenden des Instituts für Geographie der FAU Erlangen-Nürnberg vom 26.09. bis 2.10.2000 in die britische Hauptstadt führte, stand unter dem Motto "Urbanität und Zeitgeist". Ziel der Exkursion war es, herauszufinden, welche Wechselbeziehungen zwischen Gesellschaft, Kultur(en), Weltbild(ern), Zeitgeist und Lebensstilen einerseits und Stadt und Urbanität andererseits existieren, und wie solche Wechselwirkungen im Stadtraum sichtbar werden. London wurde für diese Fragestellung ausgewählt, weil davon auszugehen war, daß sich in dieser Metropole die Wechselbeziehungen zwischen Kulturen, Zeitgeist und Urbanität auf besonders vielfältige Art manifestieren und auch ganz besonders deutlich im städtischen Raum ablesbar sind.

Städte sind als soziale Konstrukte zu sehen und sowohl Plattform für als auch Ausdruck und Folge von gesellschaftlichen Prozessen und kulturellen Konfigurationen. Städtische Gesellschaften können auch als Konglomerat verschiedener Kulturen verstanden werden. Kulturelle Äußerungen wiederum unterliegen immer Strömungen jeweils aktueller Geisteshaltungen oder eines bestimmten dominanten oder mehrerer minoritärer Weltbilder. Folglich müssen sich Zeitgeist und Weltbild auch im Stadtraum ablesen lassen, etwa als Äußerung in Straßengrundriß und –aufriß, Architektur, in der strukturellen und funktionalen Gliederung der Stadt, in Gebäudenutzungen oder in der Ausgestaltung und Nutzung des öffentlichen Raums und seiner Abgrenzung zu privaten Räumen. Zeitgeist und Weltbild zeigen sich aber auch in Form von in die Stadt eingebettetem Alltagshandeln, von Lebensstilen usw. Die Vielfalt und Dichte eben dieser Lebensstile, Handlungsweisen, Nutzungen, Architekturen und Symboliken und die damit entstehenden städtebaulichen Milieus sind Merkmale von Urbanität. Urbanität Stansted Airport ist nicht statisch – so wie Zeitgeist, Weltbild und Kultur, Strukturen, Funktionen und Nutzungen einem Wandel unterworfen sind, verändert sich auch Urbanität. Vergangenes aber hinterläßt Spuren in der Stadt, und diese Spuren wiederum können Städten zu einem spezifischen, vielleicht unverwechselbaren Urbanitätscharakter verhelfen. Die Exkursion nach London sollte deshalb auch Spurensuche sein: Welche urbanen Merkmale sind zu finden, wo lassen sich Zeitgeist und Weltbilder früherer Epochen entdecken, wie hat sich kultureller und sozio-ökonomischer Wandel im Stadtbild und im urbanen Alltagsleben niedergeschlagen?

Natürlich war nicht zu erwarten, daß es gelingen würde, die ganze Komplexität der Thematik zu erfassen. Anhand einzelner Beispiele sollte vielmehr versucht werden, sich dem Thema zu nähern – eine eher exemplarische Spurensuche also! Das Exkursionsprogramm  wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aktiv mitgestaltet. In Eigenregie bereiteten kleine Gruppen von je zwei bis drei Studierenden selbst ausgewählte Themenbereiche inhaltlich und organisatorisch vor und übernahmen vor Ort die Aufgabenverteilung, Führung, Diskussionsleitung etc. Für jeden Themenkomplex stand ½ bis 1 Tag zur Verfügung.

Der Exkursion vorangegangen war im Sommersemester 2000 ein Hauptseminar zu "Urbanität und Zeitgeist – Veränderungen städtischer Lebenswelten in Mittel- und Westeuropa". Hier wurden der Diskurs um den Kulturbegriff sowie verschiedene Konzeptionen zu Zeitgeist, Weltbild und Urbanität aufgearbeitet und ganz bewußt nicht nur am Fallbeispiel London, sondern auch anhand anderer Metropolen wie Berlin, Amsterdam und Paris erörtert.

Fazit: Die große Exkursion London war informativ, anregend, anstrengend, ereignisreich, hat aber nicht zuletzt auch sehr viel Spaß gemacht.

In eigener Sache: Das Institut für Geographie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.

Nach oben           26.09.02/He/Kr