Ich engagiere mich seit über 25 Jahren für den piemontesischen Weitwanderweg „Grande Traversata delle Alpi/GTA“, der in 60 Tagesetappen vom Gries-Paß (Grenze Schweiz-Italien nördlich von Domodossola) durch die gesamten Westalpen bis zum Mittelmeer bei Ventimiglia führt. Mein Engagement beruht darauf, dass es sich bei diesem Weitwanderweg um ein vorbildliches Projekt eines umwelt- und sozialverträglichen Tourismus handelt, der die ausgeprägte Entsiedlung dieser Alpentäler bremsen kann, indem er lokale und regionale Ressourcen aufwertet.
Ich habe dazu zwei Wanderführer geschrieben, die derzeit in der 6., aktualisierten und völlig überarbeiteten Auflage vorliegen (siehe unter Publikationen Nr. 232). Informationen zur GTA gibt es auch im Internet unter der Adresse www.wanderweb.ch/gta
. Dort gibt es zahlreiche Informationen zur GTA und dort werden auch aktuelle Veränderungen auf der GTA veröffentlicht.
Dank der GTA haben viele deutschsprachige Wanderer erstmals diese zuvor völlig unbekannte Alpenregion entdeckt und waren von den von der modernen Entwicklung unberührten Landschaften sehr fasziniert. Daraufhin stieg das Interesse an, weitere Gebiete dieser Region zu erwandern und zu erkunden. Aus diesem Grund haben Michael Kleider und ich weitere Wanderführer über diese Region publiziert, die der gleichen "Philosophie" wie die GTA folgen und die in enger Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen erarbeitet wurden. Es sind dies der Wanderführer über die Seealpen (2. Aufl. 2010, Nr. 216), der Wanderführer über das Stura-Tal (2008, Nr. 192), und der Wanderführer über die Ligurischen Alpen (2010, Nr. 222) und weitere Wanderführer sind in Vorbereitung bzw. im Gespräch. Ziel ist es, damit einen dezentral-flächenhaften Wandertourismus in dieser Entsiedlungsregion zu fördern, der die weitere Abwanderung aus diesen Alpentälern bremsen soll. Inzwischen ist auch ein erster Wanderführer in italienischer Sprache erschienen (Nr. 234), und weitere sind im Gespräch.
Im Herbst 2008 habe ich in Sambuco/Stura-Tal den Schweizer Mountainbiker Lukas Stöckli kennen gelernt, der die piemontesischen Alpen als sehr interessante Mountainbike-Landschaft entdeckt hat und der hier inzwischen eine Reihe von geführten Touren anbietet. Er konzipiert das Mountainbiking in den Alpen sehr bewusst umwelt- und sozialverträglich und bei seinen Touren spielt neben dem Körpererlebnis auch das Kennenlernen der okzitanischen Kultur und Küche eine wichtige Rolle.
(Siehe: www.lukasstoeckli.ch)
Derzeit bereitet er einen MTB-Führer für eine MTB-Route durch die piemontesischen Alpen vor, die sich an der GTA-Leitidee orientiert.







