- Im November 2010: Preis für gute Lehre 2009 des bayerischen Staatsministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst. (Pressemitteilung der FAU
)
- Im Januar 2000: Landeslehrpreis Baden-Württemberg 1999 des Ministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst.
Preis für gute Lehre
Dozenten der FAU wurden für Engagement für Studierende ausgezeichnet
Prof. Dr. Fred Krüger, Professor für Geographie, und Dr. Michael J. Fried vom Lehrstuhl für Angewandte Mathematik 3 der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) gehören zu den besten Dozenten im Freistaat. Die beiden Wissenschaftler wurden jetzt vom Bayerischen Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch mit dem „Preis für gute Lehre“ ausgezeichnet. Der Preis, den insgesamt 15 Dozentinnen und Dozenten verschiedener bayerischer Universitäten erhielten, ist mit 5.000 Euro dotiert.
Dr. Michael J. Fried (links) und Prof. Dr.Fred Krüger (rechts) erhielten den Preis von Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch. (Foto: Wissenschaftsministerium)
Professor Krüger wurde von der Fachschaftsinitiative Geographie der FAU für den Preis vorgeschlagen. Die Studierenden lobten seine nachhaltigen Lehrmethoden und seine praxisnahe Vermittlung der Lerninhalte. Sie halten die Seminare und Vorlesungen von Prof. Krüger für besonders relevant für das Studium und spätere Berufschancen. Außerdem hoben die Studierenden hervor, dass er seine Lehrveranstaltungen mit seinen Forschungsschwerpunkten verbinde. Dabei vermittle er nicht nur „Lehrbuchwissen“, sondern sie haben auch an der aktuellen Forschungsarbeit teil.
Dr. Fried leistet seit Jahren einen besonders guten Beitrag zur Grundlagenausbildung der Studierenden der Technischen Fakultät im Fach Mathematik für Ingenieure. Der Naturwissenschaftler steht damit exemplarisch für die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Fakultäten an der FAU. Die Studierenden bescheinigen Dr. Fried, dass er Mathematik lebendig und verständlich vermittle. Er lege zudem in seinen Veranstaltungen großen Wert darauf, dass der Lehrstoff für die angehenden Ingenieure praktisch anwendbar ist.
Der Preis
Der Preis für gute Lehre würdigt die Arbeit der besten bayerischen Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer und soll ein Anreiz sein, sich vermehrt in der Lehre zu engagieren. Die Preisvergabe erfolgt auf Vorschlag der Universitäten und setzt voraus, dass mindestens zwei Studienjahre lang hervorragende Leistungen in der Lehre an einer Universität in Bayern erbracht wurden. Die Studierenden sind bei der Auswahl beteiligt.
uni | mediendienst | aktuell Nr. 265/2010 vom 5.11.2010



Der Soziologe Dr. Frank Welz, die Völkerkundlerin Dr. Eveline Dürr und der Geowissenschaftler Dr. Fred Krüger erhalten den Landeslehrpreis an der Universität Freiburg
Von Trotha: "Kulturelle Globalisierung durch Verknüpfung von Multimedia-Praxis, Multinationalität und Multilingualität"
Um die Hochschulen des Landes im globalen Wettbewerb optimal positionieren zu können, fördert das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gemeinsam mit der Deutschen Telekom AG das Projekt "Multimedia-gestützte Studiengänge". Mit dieser finanziellen Unterstützung war es Dr. Frank Welz möglich, eine binationale, virtuelle Seminarveranstaltung, in der sich Studierende der Freiburger Universität und der Jawaharlal-Universität in Neu Delhi "online" zum Thema - Kulturelle Globalisierung - austauschen konnten, zu realisieren. Am 27. Januar 2000 wurde der Soziologe für dieses Projekt mit dem Landeslehrpreis vom Wissenschaftsminister Klaus von Trotha an der Universität Freiburg ausgezeichnet. "Die Zukunftstechnologien Multimedia und Internet, weltweit genutzt, gelten als wesentliche Triebkraft der Globalisierung, auch im Kultursektor", so der Minister. Mit enormen persönlichen Engagement verwirklichte Dr. Welz die Lehrveranstaltung und leistete damit einen beachtlichen Beitrag zur Anwendung neuer Technologien auch im Bereich der Lehre an der Philosophischen Fakultät der Universität Freiburg, in die bisher die Computertechnologie eher zögerlich Eingang fand. Die außerordentlich positive studentische Resonanz auf die Seminarreihe ergab sich insbesondere aus dieser Verknüpfung von Multimedia-Praxis, Multinationalität und Multilingualität. Die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der indischen Universität ist geplant.
Konsequent interdisziplinär arbeitet auch eine Arbeitsgruppe, die als zweiter Preisträger zu gleichen Teilen mit Dr. Welz mit dem Landeslehrpreis 1999 ausgezeichnet wurde. Dr. Eveline Dürr vom Institut für Völkerkunde und Privatdozent Dr. Fred Krüger als Kulturgeograph initiierten ein Hauptseminar zum Thema "Symbolik und Identität in der Stadt", das sich durch die Verknüpfung von ethnologischen und geographischen Themen sowie durch die Einbeziehung von Erkenntnissen, z.B. der Soziologie, Psychologie und Kunstgeschichte, in besonderer Weise auszeichnete. Die Interdisziplinarität erschöpfte sich nicht allein darin, dass zwei unterschiedliche Institute einer Fakultät die Veranstaltung durchführten, sondern es wurde eine fächerübergreifende Behandlung der Thematik geboten, die in Planung, Ausführung und Einbeziehung aktueller Forschungsansätze von den Studierenden als vorbildlich eingeschätzt wurde. "Großen persönlichen Einsatz und Engagement haben die beiden Hochschullehrer im fächerübergreifenden Seminar dokumentiert und hierbei auch moderne Visualisierungsmöglichkeiten als didaktisches Element eingesetzt", hob der Minister hervor.
"Eine meiner zentralen, politischen Zielsetzungen ist seit Jahren, der Lehre den ihr gebührenden Stellenwert zu verschaffen und diesen nachhaltig zu sichern", sagte von Trotha. "Angesichts des veränderten Bildungsmarktes und der sich wandelnden Nachfrage nach Absolventen muss daher auch die Lehre sich neu orientieren."
Um die Lehre an den Hochschulen zu stärken und weiter zu verbessern hat das Wissenschaftsministerium ein Bündnis für Lehre ins Leben gerufen, das der Lehre an den Hochschulen einen höheren Stellenwert als bisher einräumt, das die professionellen Fähigkeiten und Fertigkeiten der in der Lehre Tätigen steigern soll und die Rahmenbedingungen der Lehre durch finanzielle Unterstützung optimiert. "Wir haben ein Konzept des Bündnisses für Lehre erarbeitet, das in zahlreichen Gesprächen grundsätzliche Zustimmung der Studierenden und der Hochschulen gefunden hat. Nun gilt es dieses Konzept umzusetzen", erklärte der Minister. Allein im Jahr 1999 sind den Universitäten vom Wissenschaftsministerium ca. 17 Mio. DM für die Verbesserung der Lehre zugeflossen.









