
In der Reihe Erlanger Beiträge zur Kulturgeographie werden regelmäßig die Vorträge aus der Vortragsreihe Erlanger Beiträge zur Kulturgeographie in überarbeiteter Form und auf deutsch veröffentlicht.
In unregelmäßigen Abständen werden in dieser Reihe außerdem Arbeitspapiere zu den Forschungsschwerpunkten des Instituts sowie herausragende Abschlussarbeiten von Studierenden am Institut erscheinen.
Schriftleitung: Henning Füller ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )
Aktuell
Gregory, Derek (2012): Der Krieg in den Grenzgebieten. Erlanger Beiträge zur Kulturgeographie 2 (pdf) (oder zum Videomitschnitt
des zugrunde liegenden Vortrags von Derek Gregory)
Der spätmoderne Krieg wird zunehmend in den Grenzgebieten ausgetragen, damit meine ich sowohl die Bruchzonen ehemaliger Imperien and ein Verschwimmen der konzeptionellen Grenzen des Krieges selbst. In den Kriegen, welche die USA und ihre Verbündeten im frühen 21. Jahrhundert führen, vermischen sich unsere auf den mordenen Krieg orientierten Vorstellungen. Diesem Komplex in den globalen Grenzgebieten nachzugehen steht im Kern des folgenden Vortrags.
Besondere Aufmerksamkeit möchte ich auf die folgenden Aspekte richten: Auf das Ineinandergreifen eines aus der Distanz geführten Krieges -- über die Verwendung von Dronen als Waffensytem -- mit der invavisen Intimität gegenwärtiger Terrorismusabwehr; auf die verschwimmende Trennung von Militär und Geheimdienstaktivitiäten im Rahmen nicht erklärter „Schattenkriege“ in den Grenzgebieten; auf die Herausbildung von Kriegsökonomien und ihrer Rolle im Kreislauf einer „Schattenglobalisierung“ komplementär zur sichtbaren globalen Ökonomie; auf den Tod der Figur des Zivilisten und ihrer Ersetzung durch das Begriffspaar Aufständischer/Terrorist. Dies alles basiert auf den bemerkenswerten Prozess, der zugleich den Raum eines Zielgebiets, den Raum des Anderen und den Raum der Ausnahme produziert.
Bisher erschienen
Elden, Stuart (2011): Die Entstehung des Territorium. Erlanger Beiträge zur Kulturgeographie 1 (download pdf) (Videomitschnitt Vortrag Elden
)
Der Aufsatz ist Teil eines umfangreichen Projekts zur Geschichte des Begriffs Territorium. Der ersten Teil argumentiert, dass Territorium zwar im Zusammenhang zu ‚Grundbesitz‘ und ‚Terrain‘ begriffen werden muss, sich jedoch nicht auf solche polit-ökonomischen und strategischen Verhältnisse reduzieren lässt. Der Begriff Territorium ist in seiner jeweiligen historischen Bedeutung erst richtig als politische Technologie zu begreifen: d.h. wenn neben den ökonomischen und strategischen Verhältnissen auch das Juridische berücksichtigt wird, aber auch konkrete Techniken zur zur Vermessung und Kontrolle von Gebieten. Im zweiten Teil möchte ich auf einen besonderen Moment in der Geschichte des Konzepts hinweisen. Einen Moment in der frühen Neuzeit, als Antike politische Philosophie, Römisches Recht und das politische Wirken deutscher Juristen in Verbindung kamen, prominent unter dem Begriff der Landeshoheit.
Video-Mitschnitt

Die Vorträge der Reihe sind auch auch online als Video-Mitschnitt verfügbar:
Erlanger Vorträge zur Kulturgeographie
(Videoportal der Uni-Erlangen)









